Montag, 4. Februar 2013

Morgen wirst du sterben (Gina Mayer)

Jeder hat seine kleine Leiche im Keller, das wird schon in den ersten Kapiteln dieses spannenden Thrillers "Morgen wirst du sterben" von Gina Mayer klar. Dabei tauchen gar keine Leichen auf, nur nette junge Menschen, die man sofort ins Herz schließt. Die pummelige Schülerin Sophia, ihr ehrgeiziger Bruder Moritz und sein Freund Felix, der gleich mal Sophias Herz erobert. Dann ist da noch Julie, die angehende Schauspielschülerin, die vor ihrer Mutter in eine eigene Wohnung flieht und der Jung-Unternehmer Philipp, der sich eigentlich nur Gedanken um seine schicke Freundin und die noch schickere Schwabinger Wohnung machen muss. Bis sie alle eines Tages merkwürdige E-Mails und SMS-Botschaften bekommen.

Da fallen ihnen nicht nur sprichwörtlich alle Sünden ein, jeder hat sich mindestens einen Feind gemacht, von dem die Drohungen kommen könnte. Kommt sie aber nicht. Die Leser ahnen schon, dass es da noch jemanden gibt, aber wer mag das sein und worum geht es in dieser scheinbar so netten Story eigentlich. Gina Mayer schafft es, einen bis zum Ende zu fesseln mit einer Geschichte, die zugleich völlig überzogen und doch so realitätsnah wirkt. Ein Thriller, in dem fast kein Blut vorkommt, dafür aber ein Mann, der … Das zu verraten, würde die schöne Spannung nehmen und den Lesegenuss mindern und das Buch muss man meines Erachtens gelesen haben, wegen der Story, wegen der Sprache, wegen der Idee und überhaupt, weil es das Buch gibt.

Gina Mayer hat mir auch dieses Mal wieder drei Fragen zum Buch beantwortet, ok, es sind zweieinhalb Antworten, aber es wäre wirklich schade, wenn sie in ihrer Antwort die wirklich pfiffige Lösung des Krimis verraten hätte.

1. Wie bist du denn auf diese irre Idee gekommen?
Diese Frage kann ich gar nicht beantworten, weil sie die Auflösung des Krimis beinhaltet. :-)

2. Musstest du dafür überhaupt groß recherchieren oder konntest du direkt losschreiben?
NEIN! Das war das schönste: Ich musste weder Geschichtsbücher wälzen noch Zeitzeugen suchen und ausquetschen und ich musste auch in kein einziges Archiv. Die Polizeiarbeit zu recherchieren war neu und ziemlich schwierig, aber ich hatte mit Klaus Dönneke von der Düsseldorfer Kripo einen guten Berater an der Seite. Und beim Täterprofil und -hintergrund hat mir ein Psychiater geholfen, aber ansonsten ist Krimischreiben viel entspannender als die Arbeit an historischen und zeitgeschichtlichen Romanen - jedenfalls in puncto Recherche.

3. Wie lange dauerte es von der Idee bis zum fertigen Buch? 
Insgesamt hab ich drei Monate an dem Buch geschrieben. Die Idee trag ich allerdings schon länger in mir herum. Weiß gar nicht mehr genau, wann und warum sie entstanden ist. 

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