Dienstag, 17. Juli 2012

Recherche vor Ort oder wie?

In Ermangelung eines Bildes
vom Bochumer Bahnhof:
der Himmel über Bochum :-)
Von Karl May heißt es, dass er die Länder, in denen seine Geschichten spielen, nie besucht hat. Da befinde ich mich ja in guter Gesellschaft, wenn ich bei der Ortsrecherche gelegentlich pfusche. Aber nur gelgentlich. Heute zum Beispiel brauche ich für einen Kurzkrimi, der in Bochum spielen soll, eine Wohngegend, die mehrere Kriterien erfüllen soll: Sie muss innerhalb von einer Stunde zu Fuß vom Bahnhof aus erreichbar sein - hin und zurück, also vom Bahnhof loslaufen, jemanden umbringen und zurücklaufen.

Dieses Kriterium könnte ich auch aus dem Gedächtnis erfüllen, immerhin habe ich zehn Jahre in Bochum gelebt. Aber: In der Gegend sollen Häuser mit Garten stehen, weil ich in meinen Krimi eine Terrasse brauche. Ich habe eine Ahnung und die habe ich heute morgen, dank Google Earth und Google Maps überprüft. So ganz sicher bin ich nicht, ob die Gegend, die ich ausgeguckt habe, passt. Aber da halte ich es dann eben mit Karl May und beziehe mich auf die dichterische Freiheit - und mache heute Abend auf dem Weg zu meinem Texterinnenstammtisch einen winzig kleinen Umweg. Auf einen Testlauf verzichte ich angesichts des Wetters und der Wetteraussichten.

Kommentare:

  1. Kenn ich! Mein aktuelles Manuskript spielt in Bonn, wo ich auch wohne. Für die kommenden Wochenenden habe ich eine Tour mit der Kamera geplant, um einige der Orte zu knipsen und auf reale Tauglichkeit zu prüfen. ^^

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  2. Das Gemeine ist dann, wenn im Laufe des Schreibens Häuser abgerissen oder einer neuen Bestimmung zugeführt werden - in Hagen muss ich bei der Lesung des ersten Kurzkrimis immer sagen: "Sie wissen schon, das, was jetzt abgerissen wurde" :-) In diesem Sinne viel Erfolg beim Kameraspaziergang - ich werde doch auch die Kamera mit nach Bochum nehmen, um den Tatort zu fotografieren :-)

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