Freitag, 15. Juli 2011

Fünf Minuten für den Durst - Lesung von Clara Fontana

Clara Fontana – hinter dem Namen könnte auch eine Autorin von Liebesromanen verstecken, doch in Wirklichkeit verbergen sich dahinter sieben Autorinnen, die sicher auch von Liebe schreiben, aber auch über das Leben an sich und ihre Erlebnisse und Wahrnehmungen. Einige ihrer Texte haben sie am 12. Juli in Witten gelesen.

Den Anfang machte Marion Gerlach-Goldfuß, die unter dem Titel „Ich bin immer noch da“ die ca. 30 Zuhörer mitnahm in die Gedankenwelt einer alten Frau, die über ihre künftigen Erben sinniert.
 Eher in die Zeit der Kindheit führte Susanne Witte-Tiggemann die Zuhörer mit ihrer Geschichte „Hustinettenbär“, wer erinnert sich da nicht sofort an die Werbung „Ich bin der Hustinettenbär!“ ;-)
Solmund Rudlof ließ die Gäste u. a. teilhaben an dem Versuch eines Mannes, auf dem Flug von Budapest nach Bukarest seine Identität zu wechseln, „Der Reisepass“ muss nämlich weg!
Andrea Behnke zeigte uns vor der Pause noch u. a., was sich „Der Postbote“ eines privaten Zustelldienstes auf seiner Tour denkt und wie das Wetter ihm einen Weg weist, seinen Frust abzureagieren.
Während die Besucher der Lesung sich in der Pause in Ruhe den Veranstaltungsort, „Maschinchen Buntes“, anschauten, hatten die sieben Autorinnen sich selbst eine Aufgabe gestellt. Sie wollten den Zuhörern sieben kurze Geschichten zum Thema „Durst“ schenken. Fünf Minuten hatten sie Zeit, um die Geschichten zu schreiben. Mit den erstaunlichen Ergebnissen wurden wir nach der Pause begrüßt. Da gab es z. B. ein Wasserglas, das Durst hatte und sich über den Lippenstiftrand aufregte, und eine Wasserflasche, die mit einem Liedchen seine Besitzerin ermunterte, endlich genug zu trinken.
Birgitta Gronau entführte die Zuhörer nach der Pause u. a. in eine „Änderungsschneiderei“, aber nicht in die kleine vom Schneider neben an, sondern einen Konzern, der auf geschickte Weise dafür sorgte, dass Arbeit und Umsatz  nicht ausblieben.
Auch in der nächsten Geschichte ging es um leidige Haushaltsthemen, „Was für ein Dreck“, las Stefanie Thiele und schilderte, wie eine Frau vor dem Besuch ihrer Mutter, ihres Zeichens „Putzteufelweltmeister“, die Wohnung wienerte und am Ende doch einen Tadel bekam.
Zum Abschluss zeigte Wibke Brandes, u. a. wie Mann seine Kenntnisse über Bewerbungsschreiben einsetzte, um sich als Ehemann zu bewerben.
Clara Fontana hat den Besuchern der Lesung einen kurzweiligen Abend beschert, zum einen durch die hervorragenden Geschichten, zum anderen durch die äußerst gelungenen Vorträge. Man hat Lust auf die nächste Lesung bekommen. Wann die stattfinden wird, ist auf der Internetseite der Gruppe www.clarafontana.de zu finden.

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