Montag, 13. Juni 2011

Kindheitsträume und kein Ende

Ich gebe es ja zu, dass ich fast vor Stolz geplatzt bin, als ich am letzten Donnerstag in der ZEIT meine Suche nach Kindheitsträumen gelesen habe. Es haben sogar schon Menschen gepostet und gemailt, wie aufregend das Leben doch manchmal ist.
Das hat mich natürlich motiviert, mich wieder einmal mit dem Thema und den gesammelten Träumen und Träumern zu beschäftigen.
Schließlich sammle ich die Träume nicht als Selbstzweck, obwohl ich ja schon als Kind leidenschaftlich gerne gesammelt habe, u. a. Fernsehzeitschriften. Daraus habe ich dann die Ankündigungen meiner Lieblingssendungen ausgeschnitten und sie aufgeklebt. Ja, mit solchen Dingen haben sich Kinder vor Jahrzehnten in der Freizeit beschäftigt. Eine meiner Lieblingssendungen war damals übrigens "Sie kommen aus Agarthi", das ist eine der wenigen Sendungen, die noch nie wiederholt wurde.
Doch zurück zu den Kindheitsträumen. In vielen der Träume, die ich bisher bekommen habe, wurde deutlich, wie wichtig es ist, dass ein Erwachsener den Traum ernst genommen hat. Das können die Eltern sein, aber auch Nachbarn, Menschen mit dem Beruf, von dem ein Kind träumt ...
Nicht jeder Traum hat sich schnell erfüllt. Es gibt Träume, für die muss man schon als Kind arbeiten, wenn man Sportler oder Musiker werden möchte, da ist es kein Wunder, wenn Michaela Ustorf schon als Kind in einer Turngruppe war und mit 13 Jahren in eine Turnschule gehen musste, die 450 Kilometer von zu Hause entfernt war.
Auf die Erfüllung anderer Träume muss man warten, z. B. darauf als Künstler oder Schriftsteller anerkannt zu werden und neben harter Arbeit ist nicht selten auch eine Portion Glück dabei wie bei Gabriele Matzanke, die ihr Geld mit Schreiben verdienen wollte und es heute auch tut.
Wieder andere Träume erfüllen sich durch einen Zufall wie der von Marijke T., die immer in einem Land mit Bergen leben wollte und sich in einen Mann aus einem Land mit Bergen verliebte oder Karl-Heinz Hoffmann, der schon als Junge von der Wasserkraft fasziniert war und als Erwachsener die Chance bekam, die Wassermühle seiner Kindheit zu kaufen.
Manche Kindheitsträume brauchen Schlüsselerlebnisse, bei denen man feststellt, dass der Traum keine Utopie ist, sondern Realität werden kann. Gerade wure mir ein Kindheitstraum gemailt, in dem ein Kind durch den Besuch in einer anderen Wohnung erst ihren Traum entdeckt hat. Auch dieser Traum von einer Frau, die anonym bleiben möchte, wird in Kürze auf meiner Projektseite veröffentlicht.
Habe ich euch neugierig gemacht auf weitere Kindheitsträume, die hier erwähnten und mehr finden sich auf der Seite www.kindheitstraum.wordpress.com. Noch schöner wäre es, wenn ich euch motiviert hätte, in eurer Erinnerung nach euren Kindheitsträumen zu suchen. Haben Sie sich erfüllt? Wenn ja, warum und wenn nein, warum nicht? Für diejenigen, die nicht so gerne schreiben, habe ich einen Fragebogen erstellt, eine Art Leitfaden zum Weiterdenken, den ich gerne maile.
Doch jetzt mache ich mich daran, die Kindheitsträume, die ich in den letzten Tagen bekommen habe, zu sichten.

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