Sonntag, 24. Oktober 2010

Mit Champagner im nächtlichen Montpellier ins neue Lebensjahr

Nun kann ich endlich verraten, wo ich meinen Geburtstag verbracht habe. Ich gehöre ja zu den altmodischen Bloggern, die ihre Reisen nicht vorab im Internet bekanntgeben. Nachdem ich einmal miterlebt habe, wie während einer Trauung eine Wohnung ausgeräumt wurde, bin ich vorsichtig geworden. Doch das ist eine anderen Geschichte. Ich wollte doch von meinem Ausflug nach Montpellier berichten.

Am Freitagmorgen habe ich mich um 5.00 Uhr auf den Weg zu meinem ersten "Billigflug" gemacht und war doch ein bisschen nervös: Die Mails der Fluggesellschaft über die Vorgaben zum Handgepäck und der "labberige" Ausdruck des Boarding-Passes als einziges Reisedokument kamen mir spanisch vor, dabei wollte ich nach Frankreich. Als die Autofahrt zum Flughafen mit einer grünen Welle durch Hagen begann, wurde ich zuversichtlich, dass alles klappen würde. So war es dann auch, allerdings kam es schon auf dem Hinflug zu einem merkwürdigen Ereignis: Wir saßen bereits im Flugzeug, als ein Mann aufgerufen wurde. Nachdem das Board- und das Bodenpersonal ungefähr 20 Minuten hin- und hergelaufen waren, musste der Mann das Flugzeug schließlich wieder verlassen. War ich froh, als das Flugzeug endlich in der Luft war. Doch ab da klappte alles wunderbar. Meine Freundin Marie-Louise holte mich vom Flughafen ab und wir fuhren zuerst einmal ans Mittelmeer in Palavas, ehe wir zu meinem Geburtstagszuhause in Montpellier kamen. Dort stieß ich dann zum ersten Mal an meine französischen Sprachgrenzen, als mich ihre Mieter freundlich begrüßten und ich nicht einmal "Bahnhof" verstand. Es wird Zeit, dass ich meine Sprachkenntnisse auffrische. Das habe ich auch getan, allerdings nur ein bisschen, weil ich schließlich zum Geburtstagfeiern und nicht zum Lernen gekommen war. Dabei hat Marie-Louise eine Sprachschule, für Neugierige, hier ist der Link: www.bonjour-jaques.eu.
Oh, ich muss schneller schreiben, sonst wird der Beitrag zu lang ;-) Aber inzwischen war ja auch schon Abend geworden und Marie-Louise schlug vor, ins nächtliche Montpellier zur Place de la Comedie zu spazieren und einen Abstecher zu ihrer Tochter Amelie zu machen, die in der Innenstadt wohnt. So bin ich quasi in mein neues Lebensjahr hineingebummelt und Marie-Louise hat es sogar geschafft, dass wir Punkt 0.00 Uhr bei Ihrer Tochter eintrafen und dort wurde ich dann mit Champagner überrascht.
Gestärkt mit Champagner sind wir dann noch zwei Stunden durch Montpellier spaziert, eine gute Mischung zum Start ins neue Lebensjahr finde ich.
Am Samstag war dann mein Geburtstag, den wir quatschend und faulenzend verbracht haben. Ok, ich habe gefaulenzt, Marie-Louise hat eine Tarte Chocolat für mich gebacken und mich damit überrascht. Ich dachte nämlich, sie säße über ihren Steuerunterlagen und genoss es, einmal in Ruhe nach "Kindheitsträumen" für mein neues Projekt zu surfen (www.kindheitstraum.wordpress.com). Außerdem konnte ich in der Zeit die Geburtstagsmails und die Glückwünsche bei Xing, Facebook und Schreibwelt lesen - war das schön! Vielen Dank allen schon mal von hier aus.
Die Krönung war dann das Abendessen. Falls jemand in die Gegend kommt, muss er in dieses Restaurant in Lunel: À Table! Aperitif, Vorspeise, Hauptspeise, Dessert - alles schmeckt traumhaft und der Inhaber ist bezaubernd. Ich bekam mein Dessert mit einer Kerze, weil ich Geburtstag hatte und es wurde noch ein Digestif gezaubert, mit dem er mit uns angestoßen hat. Ich bin immer noch ganz entzückt. So endete mein Geburtstag - wahrlich erinnerungswürdig, finde ich. Vielen Dank Marie-Louise und Amelie!
Nun, geschrieben habe ich nichts, aber dafür hatte ich im Flugzeug eine Idee für eine Geschichte. Als Gedächtnisstütze habe ich aus dem Flugzeug ein Foto gemacht. Die Idee verrate ich natürlich nicht. ;-)

Kommentare:

  1. so sollte doch ein Geburtstag gefeiert wrden!
    Das mit den labberigen Boardkarten hatten wir auch gerade auf unserem Flug nach Venedig, aber auch bei uns ging alles gut. Aber die gepäckbeschränkungen sind schon dämlich, vor allem weil alle dann mit großen Handgepäckkoffern, die genau 8 kilo wiegen ins Flugzeug steigen und dann kaum Platz bleibt diese Teile alle zu verstauen.
    LG Sibylle

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  2. Was für ein schöner Geburtstag! Wunderbar, dass du so ein fantastisches Geburtstagswochenende hattest und so nett von deiner Freundin verwöhnt worden bist! Dass ein Passagier kurz vor dem Abflug wieder aus dem Flugzeug heraus geholt werden muss bzw. dies möchte, kommt anscheinend häufiger vor. Wie ärgerlich für die übrigen Reiselustigen!
    LG
    Elke

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